Auch in diesem Schuljahr erhielten die Mädchen aus der sechsten Jahrgangsstufe die Möglichkeit, an dem Projekt „Mädchen machen Technik“ teilzunehmen. 48 Mädels nutzten ihre Chance und entschieden sich entweder für „Salze und mehr“, „Wir machen es spannend“, „Mein Roboter macht was ich will“ oder das seit letztem Jahr neu hinzugekommene Projekt „Abenteuer bauen“.  Ohne Notendruck, Jungen und Lehrkräfte konnten die Schülerinnen mit Betreuerinnen der TU München, die selbst technische Berufe ausüben, erste Erfahrungen mit Experimenten, Roboter-Programmierungen oder Grundrissen von Häusern und deren Umsetzung machen. Zudem konnten sie ihre Kreativität zum Ausdruck bringen, was besonders in der Architekturgruppe deutlich wurde. Denn hier sollten die Mädels sich einen Ort aussuchen, an dem sich ihr Haus befindet und nur Materialien verwenden, die an diesem Ort vorkommen. Des Weiteren sollte das Gebäude kein gewöhnliches sein. Aber auch in der Robotikgruppe konnten eigene Ideen, z.B. bei der Gestaltung der Roboter, mit eingebaut werden. Hier lernten die Schülerinnen zudem, ihre Roboter so zu programmieren, dass diese eine Kiste umkreisen und auf ein bestimmtes Ziel zufahren. Auftretende Probleme wurden dabei gemeinsam in der Gruppe gelöst.

Die Elektrotechnikmädels setzten sich zunächst mit der Elektrostatik auseinander. Hier erfuhren sie, dass ein mit Fell geriebener Luftballon Konfetti anziehen kann oder dass zwei Luftballons sich auch mal abstoßen können. In weiteren Versuchen bauten sie einfache Stromkreise auf und brachten so kleine Lämpchen zum Leuchten, nutzten Kartoffeln und Äpfel zur Stromgewinnung und lernten den Umgang mit dem Lötkolben kennen. In der Chemiegruppe wurden neben dem Salz leckere Gummibärchen hergestellt, aber auch ungenießbare schwarze Ungetüme erschaffen. Zudem lernten die Mädels mit verschiedenen Gerätschaften wie dem Bunsenbrenner umzugehen.

Am Donnerstag, den 16.01.2014 erhielten die Schülerinnen die Gelegenheit, bei einem Elternabend ihre Projekte vorzustellen und Versuche durchzuführen. Die schriftlichen Rückmeldungen der Mädels über das Projekt waren durchwegs positiv. So schrieben einige, dass sie Experimente sehr mögen, Chemie klasse ist, man in der Gruppe viel mehr schafft oder dass das Projekt auch gerne eine Woche hätte andauern dürfen. Aber auch kritische Meldungen, dass es z.B. doch schwerer ist, die Vorstellung von einem Haus in einem Modell umzusetzen, wurden genannt.

Zum Schluss möchte ich mich noch bei all denjenigen bedanken, die mitverantwortlich für das gute Gelingen des Projektes beigetragen haben. Hierzu zählen in erster Linie Frau Krischer (TUM) und Herr Reisinger, die das Projekt an unserer Schule ins Leben gerufen haben. Ein besonderer Dank gilt auch unserem Sponsor BMW, ohne dessen großzügige Unterstützung die Umsetzung schwer zu realisieren gewesen wäre. Zudem gilt mein Dank auch all den vielen Helfern und der Schulleitung, die für die gelungenen äußeren Rahmenbedingungen gesorgt haben.

Anja Eberlein

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