von J. Reichensperger

„Wow, das Ding schaut ja spacig aus, wie ein UFO!?“, dies war die spontane Aussage einiger Schüler, als die Gruppe „das Ding“ zum ersten Mal zu Gesicht bekamen.
Bei dem UFO handelt es sich um das DNA-Besucherlabor des Deutschen Museums und die Schüler/innen der 10. Klassen durften in diesem Labor in weißen Laborkitteln genetische Versuche durchführen. Durch die weißen Laborkittel fühlten sich die Schüler/innen wie echte Wissenschaftler und sahen darin auch unglaublich ‚gscheid‘ aus.

Jeder musste zuerst einmal durch Kauen auf seinen Backeninnenseiten Speichel erzeugen und dann – ohne zu lachen – mit Wasser im Mund die so gewonnene Flüssigkeit in einen Becher spucken. Mit dem Einsatz von Profi-Pipetten, speziellen Chemikalien und Alkohol haben unsere Schüler ihre Erbsubstanz – oder auch die eigene DNA (= Desoxyribonukleinsäure) – in mehreren Schritten aus ihren eigenen Mundschleimhautzellen herausgelöst. Jeder Teilnehmer musste sehr sorgfältig arbeiten und die Vorgaben des Kursleiters genau umsetzen.
Am Kursende bekamen alle ihre „individuellen Lebensfäden“ in kleinen Anhängern mit nach Hause. Dieses molekularbiologische Experiment außerhalb der Schule hat allen viel Spaß gemacht! Und wer kann schon seine eigene DNA vorzeigen?