Andrea Littel
(Fachschaft Biologie)

Das Theaterstück zur Prävention von Essstörungen „Püppchen“ wurde am 27.11.2017 erstmals in der Aula der Imma-Mack-Realschule aufgeführt. Durch einen finanziellen Beitrag des Elternbeirates und das Entgegenkommen der Schauspielerinnen konnten die Kosten gering gehalten werden.

Mit Spannung verfolgten die Schüler der 7. Jahrgangsstufe unserer Realschule und der Mittelschule Eching die 45-minütige Darbietung der zwei Münchner Schauspielerinnen Mona Oswald und Antje Hobucher. Ihnen gelang es durch ihre Wandelbarkeit mehrere Charaktere überzeugend darzustellen und emotionale Betroffenheit zu erzeugen.

Bei der Vorführung von „Püppchen“ wurden die Schüler von dem Schicksal eines zwanghaft hungernden Mädchens und ihrer an Bulimie erkrankten Freundin berührt. Mit jugendlichem Witz und dem Ansprechen von typischen Interessen und Problemen der Jugendlichen in der Pubertät wurden die Schüler an die Thematik der Essstörungen herangeführt. Auch die Einflüsse und Erwartungen des Umfeldes in Familie, Freundeskreis und Schule wurden eingebunden.

Im anschließenden Workshop wurde unter der Leitung einer Schauspielerin
der Inhalt des Theaterstückes in Kleingruppen nachbereitet und Lösungsansätze gemeinsam herausgearbeitet. Dabei herrschte eine sehr positive Stimmung durch spielerische Übungen zu persönlichen Ressourcen, Selbstwertgefühl und Wahrnehmung.
Dieses Präventionsprojekt verfolgt den Ansatz, dass die Vorbeugung von Essstörungen v.a. durch die Stärkung des Selbstbewusstseins und durch eine positive Einstellung zu sich selbst gelingt.

 

Wann beginnt eine Essstörung?
Wer die schlankheitsbezogenen Schönheitsideale als Maßstab hat ist schnell mit der eigenen Figur unzufrieden. Schon die Mehrzahl der normalgewichtigen oder untergewichtigen Jugendlichen wäre lieber dünner. Besorgniserregend ist auch, dass mehr als 20 Prozent der deutschen Jugendlichen Anzeichen gestörten Essverhaltens zeigen (z.B. ständiges Kalorienzählen, der Wechsel zwischen Diäthalten und übermäßigem Essen). Dieses Verhalten begünstigt beim Zusammenspiel mit mehreren Risikofaktoren und einem auslösenden Ereignis die Entstehung einer Essstörung. Bei allen Erkrankungsformen von Essstörungen handelt es sich um schwere psychosomatische Erkrankungen, die der Gesundheit ernsthaft schaden und auch lebensgefährlich sein können. Darum ist es so wichtig sich frühzeitig Hilfe zu holen.
Beratungsstellen unter http://www.bzga-essstoerungen.de

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