Folgende Artikel hat uns freundlicherweise das Portal echinger-zeitung.de zur Verfügung gestellt.

 

Alles über die Realschule Eching

Das Landratsamt errichtet an der Nelkenstraße eine neue Realschule für das Einzugsgebiet Eching, Neufahrn, Fahrenzhausen und eventuell Hallbergmoos. Betreut wird das Projekt vom Architekteturbüro Diezinger und Kramer aus Eichstätt, dazu hat das Landratsamt als Projektsteurer Hitzler und Stein aus München eingeschaltet. Baubeginn für das auf 30 Klassen ausgerichtete Gebäude plus eine Dreifachsporthalle soll im März 2005 sein. Die Kostenkalkulation liegt momentan bei 21,8 Millionen Euro. Der Unterricht an der Realschule Eching wird im September 2005 in provisorischen Containern auf dem Volksfestplatz beginnen. Erste Bauteile des Neubaus sollen dann im Frühjahr 2006 bezugsfertig sein, so dass die Container zum Volksfest 2006 abgebaut sind. Im Herbst 2006 soll die Schule dann komplett fertig sein.
Auf der echinger-zeitung.de lesen Sie dazu folgende Berichte über die Schule, den Baufortschritt und das Genehmigungsverfahren:

So sieht die neue Realschule aus

So wird die neue Realschule in Eching aussehen: Das für 950 Schüler ausgelegte Gebäude geht aus von einer fast 100 Meter langen Fassade an der Nelkenstraße (im Plan die untere Begrenzung). Der Pausenhof (in grauer Schraffur) öffnet sich nach Norden. Direkt an die Schule angegliedert ist im Osten die Dreifachsporthalle. Der Eingang zur Schule befindet sich im Südosten (also rechts unten in der Draufsicht), wo auch an der Nelkenstraße die Busse halten können. Das von Bäumen begrenzte Karree im Südosten ist der Lehrerparkplatz mit den Fahrradständern. An der Ostseite des Grundstücks führt zwischen Realschule und der hier angrenzenden Grundschule ein Fuß- und Radweg, mit dem die Schule an den S-Bahnhof angebunden wird.
Östlich der Sporthalle liegt die Freisportanlage, das nördliche Band zum Abschluss des Grundstücks ist eine Leichtathletik-Laufbahn, im Westen ergänzt von einer Kugelstoß-Anlage. Anschließend an das Grundstück im Norden führt ein Weg vorbei, ehe eine Lärmschutzwand die Bahnlinie abschirmt (obere Bildbegrenzung). Die Grünflächen zwischen dem Schulgebäude und der Laufbahn sollen als ‚grünes Band‘ die im Westen angrenzenden Freiflächen in den Schulhof verlängern. Gepflanzt werden sollen hier heimische Baumarten. Die dichtere Baumgruppe an der offenen Seite des Pausenhofs soll ein Kiefernhain werden. Als belebendes Element sind die Geländehöhen variiert. Der Vorplatz vor dem Schuleingang im Südosten ist gegenüber dem Straßenniveau abgesenkt. Die verlängerte Fassadenfront im Süden, die über den Eingangsbereich hinausführt, überdacht damit eine Freifläche darunter. Auch der Riegel im Nordwesten des Schulgebäudes ist nicht fundiert, sondern steht auf Trägern und überdacht einen Teil des Pausenhofs. Aufgenommen wird die Niveauvariation im Innenraum, wo auch die Aula und in Fortführung der Pausenhof durch eine Treppe in zwei unterschiedliche Höhen geteilt sind. In der Aula hat diese Variante den Nebeneffekt, dass der erhöhte Teil nötigenfalls als Bühne genutzt werden kann. Die Klassenzimmer sind allesamt im ersten und zweiten Stock nach Süden und Westen orientiert. Der nach Norden ragende Flügel entlang der Sporthalle und die halbe Parallele zur Südfassade enthalten Fachräume wie Musiksäle, naturwissenschaftliche Anlagen, Werkräume und so weiter. Im Erdgeschoss sind Verwaltung, Lehrerzimmer und die Mittagsbetreuung angesiedelt. Alle Flure sind nach Norden und Osten orientiert. Den nordwestlichen Abschluss des Gebäudes bildet eine Hausmeisterwohnung.
Die Sporthalle besitzt vom Eingangshof her einen separaten Eingang für Sportvereine. Sie ist bis etwa drei Meter Tiefe in die Erde versenkt. Die Architekturpläne stammen vom Eichstätter Büro Diezinger und Kramer, die Freiflächengestaltung vom Büro Rolf Lynen aus Marzling.

 

08.08.04: Kreistag beschließt Pläne

Realschule kostet 22 Millionen

Die neue Realschule in Eching soll knapp 22 Millionen Euro kosten. Der Schulausschuss des Kreistages hat eine erste Kostenschätzung für das Projekt von 21,88 Millionen Euro vorgelegt bekommen. Als Baubeginn ist März 2005 nun fix terminiert. Im September 2006 soll der Schulbetrieb beginnen. Das Bild zeigt das Modell der Konstruktion von der S-Bahn-Strecke her gesehen, links im Vordergrund der Freisportplatz und die Dreifachsporthalle. Das Architekturbüro Diezinger und Kramer präsentierte dem Gremium auch eine leicht modifizierte Planung, auf deren Basis nun die Planunterlagen erarbeitet werden sollen. Verändert haben sich nur Details in der inneren Organisation der Schule. So wird der Musiksaal nun an die Pausenhalle angegliedert, um hier bei Bedarf einen Veranstaltungssaal kreieren zu können. Das gesamte Gebäude wird gegenüber den ersten Konzepten um einen Meter angehoben. Damit bedeute der in Eching extrem hohe Grundwasserstand für die in den Boden versenkte Sporthalle der Schule keinerlei Probleme, versicherte Architekt Diezinger: „Wir sind vollkommen aus dem kritischen Bereich heraus.“ Damit gebe es nun „keine Gründe mehr, die Halle nicht einzugraben“, sagte er zu entsprechenden Debatten jüngst im Ausschuss.
Schon der Bau der Halle werde sich wasserfrei gestalten lassen, was enorme Baukosten einspare. Die Konstruktion der Dreifachhalle soll völlig offen ausgeschrieben werden, so dass von den Betrieben kostensparende Bauweisen vorgeschlagen werden könnten, kündigte das Projektsteuerungsbüro Hitzler und Stein an. Überhaupt empfahl das Büro nachdrücklich eine Auftragsvergabe nach einzelnen Gewerken und nicht die Einschaltung eines Generalunternehmers, auch nicht für den Teilbereich der Halle. Mit Einzelvergaben ließen sich derzeit deutlich größere Kostenvorteile abschöpfen, so das zentrale Argument. Die Sporthalle ist mit Baukosten von 4,33 Millionen Euro in der Gesamtsumme enthalten. Auf der künftigen Baustelle an der Nelkenstraße wird jetzt schon der Abschub des Oberbodens begonnen, um eventuell nötige archäologische Untersuchungen möglichst frühzeitig einleiten zu können. Baubeginn soll dann im März ´05 sein. Die Aufträge für das Großprojekt sollen ab Dezember diesen Jahres ausgeschrieben werden. Die provisorischen Container, die ein Schuljahr bis zur Eröffnung des neuen Gebäudes überbrücken sollen, werden im Juli 2005 auf dem Echinger Volksfestplatz an der Waagstraße aufgestellt.

 

16.08.04: Erdaushub verschoben

Erdaushub für Realschulneubau verschoben

Die Erdbauarbeiten für die neue Realschule in Eching werden erst nach der Sommerpause beginnen. Noch ist nicht abschließend geklärt, was mit dem Aushub geschehen wird. Ein Teil soll für die Aufschüttung der neuen Lärmschutzwälle an dn der Autobahn A9 verwendet werden. Ursprünglich sollte der Oberboden schon abgeschoben sein. Eine Verzögerung werde sich dadurch jedoch nicht ergeben, heißt es aus dem Landratsamt. Der Baubeginn ist erst für März 2005 geplant. Der Boden sollte nur rechtzeitig vorher abgeschoben werden, um für die nötigen archäologischen Untersuchungen ausreichend Zeit zu haben. Zu erwarten sind auf dem Areal nicht unbedingt bedeutende Funde, da ein kleiner Streifen schon vor Jahren untersucht wurde und keinerlei Hinweise auf herausragende Entdeckungen vermeldet wurden. Vordringlich gearbeitet wird weiterhin an der Planung. Anfang September sollen im Echinger Gemeinderat die fertigen Baupläne zur Genehmigung vorgelegt werden.

 

24.09.04: Landkreis genehmigt Eingabeplanung:

Endgültige Realschulpläne gebilligt

Die Pläne für die neue Realschule sind fertig. Einstimmig hat der Schulausschuss des Freisinger Kreistages die Eingabeplanung gebilligt, die nun im Oktober dem Echinger Bauausschuss vorgelegt wird. Die Kostenschätzung für das Projekt wurde von zunächst 22,5 Millionen Euro auf 21,8 Millionen Euro korrigiert. Die Realschule soll 2006 für die Kinder aus Eching, Neufahrn und Fahrenzhausen eröffnen. Eine Dreifachsporthalle soll auch dem Echinger Vereinssport zugute kommen. Als letzte strittige Entscheidungen hat der zuständige Ausschuss des Kreistages entschieden, dass die Sporthalle mit einem begrünten Flachdach ausgestattet wird und dass für die Gestaltung des Gebäudes ein eigener Farbberater eingeschaltet wird. Bei einer Fassadenlänge von fast 100 Metern an der Nelkenstraße sei die Farbgestaltung entscheidend für das Bild der Schule, betonte Architekt Norbert Diezinger. Die Farbgebung soll quasi das künstlerische Element des Neubaus darstellen, der ansonsten aus Kostengründen betont zweckmäßig gehalten ist. Die Klassenzimmer sind großzügig mit Fenstern ausgestattet. Der Sonnenschutz für die Klassenzimmer an Süd- und West-Front soll individuell von den Klassen aus gesteuert werden können. Mit ausreichend Abstand zwischen Fenstern und Sonnenschutz wollen die Architekten Luftzirkulation erreichen und damit Hitzestaus wie bei der benachbarten Grundschule verhindern. Wo keine Klassenzimmer dahinter stecken, ist die Fassade nur mit den nötigsten Lichtbändern ausgestattet. Diese sollen als einziger Akzent wenigstens versetzt angebracht werden. Mit dem Wechsel zwischen den beiden unterschiedlichen Fassadengestaltungen und einer abwechslungsreichen Farbegebung erwarten die Architekten „eine lebendige Fassade“.  Das begrünte Hallendach ist Teil einer umfassenden Konzeption. So wird auf eine Belüftungsanlage der Halle verzichtet, weil das grüne Dach als Wärmepuffer dienen und das Binnenklima der Halle im Sommer regulieren soll. Im Dezember werden die ersten Aufträge für den Neubau ausgeschrieben.

 

28.09.04: Graue Theorie, farbige Debatte: die Groteske um die Farbberatung

Graue Theorie, farbige Debatte

Grau ist alle Theorie – bunt aber ist ein Wohlfühlfaktor in der Praxis, der schulischen zumal. Farbig also soll die neue Realschule Eching in jedem Falle werden – nur ist auch die bunte Farbgebung mit viel Theorie behaftet. Braucht die Realschule Eching also einen Farbberater?
Einen Farbberater? Wozu zahle man denn einen Architekten, fragte die CSU im Schulausschuss des Kreistages dagegen. Der sei vertraglich auch zur Farbgestaltung des Gebäudes verpflichtet. Nun, zur Anordnung purer Farbigkeit tauge ein Architekt freilich auch, erläuterte der Architekt – ihm schwebe freilich eine farbliche Komposition vor, die gleich als Kunst am Bau durchgehe. Die Mittel für ein tatsächliches Kunstprojekt hat der Kreistag nämlich gestrichen, da sei eine künstlerische Farbgebung ein geeignetes Mittel, ‚um mit wenig Aufwand viel zu erreichen‘. Farbberater oder Architekt? Nun meldete sich eine dritte einschlägige Berufsgruppe zu Wort. ‚Wir können das schon auch‘, versicherte Ludwig Kieninger, im wirklichen Leben Malermeister. Die Debatte hier im Ausschuss sei ‚eine Beleidigung gegen das Malerhandwerk‘, ereiferte er sich, wie eine gelungene Farbgebung auszusehen habe, wüssten Maler ’seit Jahrtausenden schon‘. Entschieden wurde schlussendlich in geheimer Sitzung. Mit knapper Mehrheit bestellte der Ausschuss einen Farbberater. Eching wird nach blauer Brücke, blauen Häusern und bunter Wand in der Grundschule Nelkenstraße einen weiteren Farbtupfer erhalten…

 

30.09.04: Damit die Schule schöner wird, verzichten die Architekten auf Geld

Um der Realschule willen: Architekt verzichtet auf Geld

Damit die neue Echinger Realschule optimal gerät, verzichtet der Architekt sogar auf Geld. Ein seltenes Bekenntnis zur Sache hat das Architekturbüro Diezinger und Kramer im Freisinger Kreistag abgelegt. Der von den Architekten als unumgänglich notwendig empfohlene Farbberater zur farblichen Ausgestaltung der Schule wird nun teilweise vom Architektenhonorar bezahlt. Der Schulausschuss des Kreistages hatte sich in öffentlicher Debatte gegen die Einbeziehung eines Farbberaters empört. Die CSU argumentierte, Farbgestaltung sei im Architektenhonorar abgegolten, die FWG verwies darauf, dass auch das Malerhandwerk in der Farbgebung bewandert sei. Architekt Norbert Diezinger aber bezeichnete eine Farbberatung als eminent wichtig. Es gehe nicht nur um einen mehr oder weniger geschmackvollen Anstrich; zum einen könne optimale Farbgestaltung einen wichtigen Beitrag zu einer Atmosphäre des Wohlbefindens in der Schule leisten; zum anderen solle die Farbgebung auch die vom Kreis aus Kostengründen schon gestrichene ‚Kunst am Bau‘ ersetzen.
Hinter verschlossenen Türen untermauerte Diezinger dann die Bedeutung dieses Farbkonzepts für die Schule, indem er der Sache willen anbot, auf seinen entsprechenden Honoraranteil für die Farbgestaltung zu verzichten. Diese Geste trug dann dazu bei, dass der Ausschuss mehrheitlich die Bestellung eines Farbberaters billigte.

 

06.10.04: Gemeinde billigt Bauanträge

Rathaus akzeptiert Realschulplanung

Die Planung der neuen Realschule (im Bild das Modell) ist vom Echinger Rathaus gebilligt. Die Gemeinde erwartet lediglich noch leichte Modifikationen am Ostrand des Geländes, wo die Realschule an die Grundschule grenzt. Weil die Realschule als Gestaltungselement verschiedene Höhenebenen aufweist, hat die Gemeinde festgelegt, dass am Ostrand mit dem angrenzenden Fuß- und Radweg das Höhenniveau der Grundschule aufgenommen werden muss. Bedenken gab es im Bauausschuss des Gemeinderates wegen der geplanten fünf Meter hohen Lärmschutzwand zur Bahnlinie. In einer ‚an Reizen nicht gerade üppigen Landschaft‘ sei eine fünf Meter hohe Mauer ‚ein Trauerspiel‘, schimpfte Simon Wankner. Dabei sei die Wand auch noch unnötig, weil im Schulbetrieb Bahnlärm nicht stören werde, erwartet er. ‚Da wird viel Geld ausgegeben, nur damit Formalien erfüllt sind‘, rügte er. Dieter Migge monierte ebenfalls die Wand, fand den Lärmschutz freilich durchaus nötig. Verursacht sei die Lärmschutzmauer durch eine Konstruktionsschwäche der Schule, urteilte er. Da sich das Gebäude nach Norden öffne, ‚fängt sie den Lärm auf‘, sagte er. Bedenken im Gremium wegen der Hitzeentwicklung hinter den großflächigen Glasfassaden wurden vom Architekten zerstreut. Der Sonnenschutz sei funktionsfähig, ein 80 Zentimeter breiter Puffer zwischen Rollos und Glasfläche verhindere Hitzestau. Die Glasfläche sei außerdem nicht aus architektonischem Gestaltungswillen so umfangreich, sondern erfülle nur die Vorgaben der Schulbaurichtlinien über Belüftung und Belichtung von Klasszimmern.


19.10.04: Archäologische Untersuchung des Geländes abgeschlossen

Archäologische Untersuchung abgeschlossen

Während in Rathaus und Landratsamt gerade die baurechtliche Genehmigung der neuen Realschule an der Nelkenstraße vorangetrieben wird, haben auf dem Baugrundstück erste Erdbewegungen stattgefunden. Bei archäologischen Untersuchungen wurden eventuelle prähistorische Funde kartiert und ausgewertet. Die Ergebnisse liegen noch nicht vor. Die Bauarbeiten für die neue Schule sollen im März beginnen. In dem vom Schulausschuss des Kreistages gebilligten Zeitplan sind 390 Tage für die Gesamtbaumaßnahme vorgesehen, also ein gutes Jahr. Demnach könnte zum Schuljahresbeginn im September 2006 die Realschule bezugsfertig sein. Am 11. Juli 2005 sollen auf dem Festplatz Waagstraße die Container für das eine provisorische Schuljahr Realschule aufgestellt werden.


11.11.04: Probleme befürchtet: Schulleitung wird erst einen Monat vor Schulbeginn bestellt

Realschule wird ohne Schulleitung aufgebaut

Helle Empörung herrscht im Freisinger Landratsamt über die Sparpolitik des Kultusministeriums. Das Ministerium will die Stelle des Schulleiters an der Realschule Eching erst im August 2005 besetzen – im September soll der Unterrichtsbetrieb losgehen. Wie sollen dann die Stundenpläne erstellt werden? Wer organisiert wie die Einschreibung? Und wer gibt Empfehlungen und Vorlieben für die Einrichtung des Schulneubaus ab? ‚Große Anlaufschwierigkeiten und Probleme im Schulbetrieb sind damit vorprogrammiert‘, erwartet das Landratsamt. ‚Ich verstehe nicht, was man sich da gedacht hat‘, schimpfte Elfriede Liebl am Donnerstag im Schulausschuss des Kreistages, ‚das ist ja unglaublich.‘ Stellvertretender Landrat Hans Neumaier vermutete, es sei ‚im Kultusministerium anscheinend nicht bekannt‘, dass in Eching eine völlig neue Schule aufgebaut werden müsse. Er werde nun in einem ‚deutlichen Brief‘ an das Ministerium darauf hinweisen, kündigte Neumaier an, und um eine zeitigere Besetzung der Stelle bitten. Die erste Grundschule hat schon im Landratsamt angefragt, wie die Einschreibung für Eching ablaufen werde, das im kommenden Schuljahr den Betrieb aufnehmen soll. ‚Die einzelnen erforderlichen Maßnahmen sind nicht bekannt‘, hieß es aus der Kreisbehörde, ureigentlich nicht wirklich für Schuleinschreibungen zuständig. Unangenehm ist das Fehlen einer schulischen Bezugsperson auch für den im Frühjahr beginnenden Neubau der Schule an der Nelkenstraße. Ausstattung und Einrichtung müssen nun standardisiert vorgenommen werden, da sich der spätere Nutzer nicht einbringen kann. Auch finanzielle Mehrkosten erwartet das Landratsamt vom Fehlen eines fachlichen Ansprechpartners. Neumaier sieht einen ‚gravierenden Nachteil‘ für die Baumaßnahme.


13.11.04: Planer verzichten auf Schallschutzwand

Realschule ohne Lärmschutzwand

Die neue Realschule an der Nelkenstraße wird zur nahen Bahnlinie keine Lärmschutzvorkehrungen erhalten. Der nötige Schallschutz für den Unterricht sollen nach Darstellung der Architekten nun durch den Einbau entsprechender Fenster erreicht werden. Diese passiven Schallschutzvorkehrungen werden etwa 60 000 Euro kosten, dafür spart sich der Bauherr aber die ursprünglich geplante Lärmschutzwand für 165 000 Euro. Der Schulausschuss des Kreistages hat die Umplanung einstimmig gebilligt. Gleich zwei Motive steckten hinter der Neuerung: zum einen hatte der Bauausschuss des Echinger Gemeinderates massive Bedenken gegen die Schallschutzwand geäußert, die auf über hundert Meter Länge fünf Meter hoch gewesen wäre. Und dann hätte die Schallschutzwand zum optimalen Effekt auch noch auf Grund der Bahn AG liegen müssen – und das machte die Verhandlungen mühsam.
Die Bahn hätte vom Landratsamt Verpflichtungserklärungen zum Unterhalt der Wand auf 30 Jahre verlangt. Zudem hätte die Wand auf Wunsch der Bahn so weit südlich verschoben werden müssen, dass sie zur Gewährleistung des Lärmschutzes schon sieben Meter hoch hätte sein müssen.
Der bauliche Schallschutz, der nun geplant ist, werde die vorgesehenen Lärmwerte gewährleisten, versprachen die Planer. Einzig der Pausenhof und die Freisportanlagen sind nun dem Bahnlärm ungeschützt ausgesetzt. ‚Da hört man vielleicht mal eine Anweisung der Sportlehrer nicht‘, schilderte Christine Pritschet aus der Hochbauverwaltung im Landratsamt die Dimensionen.
Umgeplant hat das Architekturbüro auf Anregung des Echinger Gemeinderates auch die Anordnung von Parkplätzen und Fahrradständern entlang des Weges zwischen Real- und Grundschule. Diese Anregung sei ‚durchaus positiv‘ gewesen, sagte Pritschet, die Verkehrssicherheit werde dadurch erhöht.


24.11.04: Einschreibung und Vorbereitung läuft über Realschule Freising

Realschule Freising wird ‚Geburtshelfer‘ für Eching

Die Organisation des ersten Schuljahres 2005/06 an der neuen Realschule Eching wird von Freising aus organisiert. Das Kultusministerium hat die Vorbereitung des Jahres an die Realschule Freising delegiert. Der Schulleiter dort sei ’sehr erfahren‘, hieß es aus dem Ministerium dazu, daher liege diese Lösung nahe. ‚Wir sehen das überhaupt nicht als Schwierigkeit‘, sagte ein Sprecher des Ministeriums auf Anfrage. Die Realschule Eching wird zum Schuljahr 2005/06 den Betrieb aufnehmen. Ein Schulleiter wird aber erst zum 1. August den Dienst antreten. Dies wurde im Freisinger Landratsamt als wesentliche Erschwernis für die Vorbereitung der neuen Schule kritisiert. Die Rektorenstelle ist mittlerweile bereits ausgeschrieben. Am 12. November wird der zuständige Minsterialbeauftragte die gesichteten Bewerbungen zur Entscheidung vorlegen. Im Februar wird der neue Schulleiter dann bekannt gegeben.

Ob er dann bereits in die baulichen Vorarbeiten eingreifen kann, wie vom Landratsamt dringend gewünscht, hängt davon ab, wo der künftige Echinger Chef aktuell beschäftigt ist. Ansonsten verweist das Ministerium bei Fragen zum Bau auf den zuständigen Ministerialbeauftragten. Das Landratsamt hätte für die Feinabstimmung liebend gerne den künftigen Nutzer als Ansprechpartner gehabt. Normalerweise werden neu eingerichtete Schulen für die Aufbauphase als Zweigschule einer bestehenden Schule geführt. Drei Realschulen in Oberbayern werden akut auf diesem Weg installiert. Im Raum Freising habe aber so hoher Bedarf geherrscht, dass ‚alles relativ zügig‘ gehe, wie es aus dem Ministerium heißt. ‚Wir haben uns da selber unter Druck gesetzt‘, sagte der Behördensprecher.


24.01.05: Erste Aufträge vergeben

Firma aus Schweinfurt baut die Realschule

Voll im Zeitplan ist bislang der Neubau der Realschule Eching. Plangemäß hat der Schulausschuss des Kreistages bei seiner ersten Sitzung 2005 nun die ersten Aufträge für die Baustelle vergeben. Auch die Aufstellung der Container auf dem Volksfestplatz für das provisorische Schuljahr 2005/06 wurden in Auftrag gegeben. Die Bezirksregierung hat mittlerweile das Raumprogramm für den Schulneubau genehmigt und damit ‚grünes Licht‘ für den Bau erteilt.
Der Auftrag für die Baumeisterarbeiten der Realschule Eching ging an die Firma Glöckle aus Schweinfurt. Insgesamt hatten 18 Firmen ein Angebot abgegeben, davon ein Bieter aus dem Landkreis. Die Abdichtungsmaßnahmen für die Grundwasserwanne des Neubaus wird von der Permaton Gmbh aus München erstellt werden. Wegen des dafür nötigen speziellen Verfahrens wurde diese Leistung beschränkt ausgeschrieben, da nur bestimmte Firmen hierfür die Voraussetzungen erbringen können. Drei Firmen wurden aufgefordert, ein Angebot abzugeben, zwei Firmen haben ein Angebot abgegeben. Ansonsten werden die Aufträge wegen der Höhe der Bausumme überwiegend europaweit ausgeschrieben. Jetzt laufen die nächsten Ausschreibungen für die weiteren Aufträge auf der Baustelle. Im März sollen die dann vergeben werden. Für den März ist je nach Witterung auch der Baubeginn vorgesehen. Die Container auf dem Volksfestplatz sollen im Juli, nach dem Volksfest, aufgestellt werden. Einem Start des Schulbetriebs dort zum September steht nach Darstellung des Projektsteuerungsbüros nichts im Wege. Die Containeranlage für ein Schuljahr bis zur Fertigstellung des Neubaus wird von MBM Mietsystem aus Eitensheim geliefert.


08.02.05: Gertraud Weber zur Rektorin ernannt

Rektorin für Realschule bestimmt

Das Kultusministerium hat die erste Rektorin der künftigen Echinger Realschule bestimmt. Gertraud Weber, derzeit zweite Konrektorin an der Freisinger Karl-Meichelbeck-Realschule, übernimmt zum 1. August die Leitung der neuen Schule. Das erste Jahr wird mit zwei Jahrgangsstufen in Containern auf dem Volksfestplatz absolviert werden. Parallel dazu wird die Schule an der Nelkenstraße gebaut. Die 46jährige gebürtige Moosburgerin ist verheiratet und hat zwei Kinder. In Freising unterrichtet sie Mathematik und Musik. Für die Eltern der künftigen Realschüler gibt es am 15. März um 19.30 Uhr im Echinger Bürgerhaus einen Informationsabend.
Gertraud Weber ist in Moosburg geboren. Nach dem Abitur am Domgymnasium in Freising hat sie an der Ludwig-Maximilians-Universität und an der Musikhochschule in München Mathematik und Musik studiert. Ihre Referendarzeit leistete sie in Aschaffenburg und Schweinfurt. Schulische Stationen waren seither Karlstadt am Main, Bad Aibling, Landshut, wo sie als Seminarrektorin für Musik amtierte, und seit September 2002 nun Freising. Gertraud Weber ist darüber hinaus Mitglied der Lehrplankommission, Gutachterin für Schulbücher und Leiterin von Lehrerfortbildungen Die 46jährige lebt in Moosburg, ist verheiratet und hat zwei Kinder.
Das Bild zeigt Gertraud Weber (Mitte) beim Antrittsbesuch bei Landrat Manfred Pointner (re.) und Christine Pritschet (li.) von der Schulverwaltung im Landratsamt.


17.03.05: Übergangscontainer kommen an die Böhmerwaldstraße

Realschulcontainer an die Böhmerwaldstraße?

Die neue Realschule Eching wird ziemlich sicher an der Böhmerwaldstraße den Schulbetrieb aufnehmen. Gemeinde und Landratsamt favorisieren jetzt diesen Standort für die Übergangscontainer, in denen im September die fünften und sechsten Klassen der neuen Realschule starten sollen. Bislang war geplant gewesen, die Container auf dem Volksfestplatz aufzustellen.
Der Vorteil auf dem Volksfestplatz wäre gewesen, dass dort alle notwendigen Erschließungsanschlüsse vorhanden und nutzbar wären. Allerdings muss der Platz unbedingt zum Juni 2006 für das Volksfest geräumt sein. Dies sei ‚eine unverrückbare Geschichte‘, sagte Landrat Manfred Pointner im Schulausschuss des Kreistages. Und ob bis dahin ein Teil des Schulneubaus an der Nelkenstraße problemfrei beziehbar sein wird, ist zumindest fraglich. In jedem Falle würde es terminlich äußerst eng hergehen und die Kinder hätten dann noch monatelang Baustellenbetrieb bei laufendem Unterricht. An der Böhmerwaldstraße könnten die Container hingegen je nach Baufortschritt an der Nelkenstraße auch ein paar Wochen länger stehen. Allerdings muss an der Böhmerwaldstraße erst noch die Erschließung finanziert werden. Der Schulausschuss hat die Umplanung aber abgenickt, sofern vertretbare Konditionen bei Pacht und Erschließungsaufwand erzielt werden.


18.03.05: Letzte Plankorrekturen: Brandschutz, Verschiebung um einen Meter

Realschule wird nach Osten verschoben

Der Neubau der Realschule an der Nelkenstraße ist durch den anhaltenden Winter um etwa drei Wochen im Verzug. Gefahren für den engen Terminplan sieht das Projektsteuerungsbüro gleichwohl noch nicht. Zum endgültigen Baubeginn in wenigen Tagen hat der Schulausschuss des Freisinger Kreistages noch einige Modifikationen gebilligt. Am Gründonnerstag wird feierlich der erste Spatenstich zelebriert. Das Gebäude muss zur Wahrung von Abstandsflächen gegenüber der ursprünglichen Planung um einen Meter nach Osten verschoben werden. Die Planer müssen sich nun mit der Gemeinde abstimmen, welche Auswirkungen dies auf den an der östlichen Grundstücksgrenze vorbeiführenden Weg hat. Außerdem erhält die Schule verbesserte Brandschutzvorkehrungen. Die Pausenhalle muss mit Brandschutzvorhängen nachgerüstet werden, die etwa 75 000 Euro kosten. Der Brandschutz war hier bislang für eine Nutzung als reiner Aufenthaltsraum während den Schulpausen ausgelegt. Faktisch wird jedoch jede Pausenhalle im Schulalltag auch für Ausstellungen oder kleinere Vorführungen genutzt. Dann erhöhen sich die Brandschutzanforderungen, was nun im Zuge des Genehmigungsverfahrens angemahnt wurde. Im Schulausschuss des Kreistages wurde diese nachträgliche Korrektur teilweise kritisiert. So etwas gehöre ‚zum Einmaleins einer Planung‘, sagte Adolf Widmann, er sei daher ‚erstaunt, dass man dafür erst auf die Baugenehmigung warten mußte‘. Architekt Norbert Diezinger verwies darauf, dass sein Auftrag auf Bau einer Pausenhalle gelautet habe; wenn die Nutzung erweitert werde, erfordere dies eben Umplanungen. Widmann hielt dagegen, dass die geschilderten Anforderungen nicht auf zusätzlichen Wünschen beruhten, sondern den normalen Schulalltag abdeckten. ‚Und der Schulalltag sollte ja vorher bekannt sein‘, monierte er. Landrat Manfred Pointner sagte, der Aufwand wäre in jedem Fall entstanden, auch wenn der Architekt die Vorhänge eventuell gleich eingeplant hätte. Insofern sei ‚kein Schaden entstanden‘. Zusätzlich installiert wird auch im Erdgeschoss der Schule zusätzliche Beleuchtung für 9000 Euro. Damit sind die Voraussetzungen geschaffen, um die Räume auch abends nutzen zu können, etwa für die Volkshochschule oder andere Angebote.


23.03.05: Gemeinderat hält Verlagerung an die Böhmerwaldstraße nicht für sinnvoll

Umzug der Realschulcontainer an die Böhmerwaldstraße vertretbar?

Der geplante neue Standort für die provisorischen Realschulcontainer an der Böhmerwaldstraße wird im Gemeinderat nicht ungeteilt begrüßt. Angesichts der wahrscheinlich hohen Erschließungskosten auf dem völlig freien Acker dort wunderte sich Anette Martin im Gemeinderat, ob ‚das noch in einem Verhältnis steht‘. Ursprünglich war die Containerlösung für ein Jahr bis zur Fertigstellung des Neubaus im September 2006 auf dem Volksfestplatz beschlossen worden, wo alle Versorgungseinrichtungen bereits nutzbar wären. Jetzt befürchten die Planer, dass der Schulneubau bis zum Frühsommer 2006 nicht so weit gediehen sein könnte, dass die Klassen aus den Containern in die Baustelle umziehen können. Dann wäre das Volksfest 2006 in Gefahr.
Martin wunderte sich darüber, dass Landrat Manfred Pointner in seiner Darstellung vor dem Schulausschuss des Kreistages den Volksfesttermin als ‚unverrückbar‘ bezeichnet habe. Dies müsse ihm ‚ja so aus dem Rathaus vermittelt worden sein‘, sagte sie. Dieser Eindruck solle doch korrigiert werden, regte sie an, um freier entscheiden zu können. Im Zweifel müsse ‚vielleicht eine Schule auch mal wichtiger sein als ein Volksfest‘.
Bürgermeister Josef Riemensberger sagte, dies sei alleine die Entscheidung des Landratsamtes. Als die Umplanung bei der ersten Elterninformation zum Realschulübertritt erwähnt worden sei, habe es jedenfalls keine Proteste gegeben. Durch die Nähe zum Bahnhof werde die Umplanung von Fahrschülern auch begrüßt, betonte er, ‚da gibt es auch Für und Wieder‘. Ohne formelle Abstimmung wurde vereinbart, dass der Bürgermeister Gespräche mit dem Landratsamt als Bauherrn und den Ausrichtern des Volksfestes führen soll.
Am Rande der Diskussion kam es zu einem kleinen Scharmützel zwischen Riemensberger und Andreas Spenger, der als Kreisrat auch dessen Schulausschuss angehört. Riemensberger hatte angemerkt, für ihn sei es ohnehin ‚ein Unding‘, dass die Realschule als Provisorium begonnen werden müsse. Spenger widersprach. Aufgrund der Raumnöte an anderen Realschulen sei der Schulstart 2005 auch in einem Provisirium ’schon sinnvoll‘, hätte eher sogar um ein weiteres Jahr vorgezogen gehört. Dann wünsche er sich ‚aber auch andere so überlegte Entscheidungen aus dem Kultusministerium‘, gab Riemensberger zurück. Auch der Landkreis hätte der Problematik früher begegnen können, um das Provisorium überflüssig zu machen, deutete er an: ‚Das Grundstück stand schon lange bereit.‘

 

24.03.05: Feierlicher Erster Spatenstich

Erster Spatenstich für neue Realschule

Auf den ersten Spatenstich wird die neue Realschule an der Nelkenstraße mal nicht gegründet sein; wo die Bauherrn und Planer am Gründonnerstag den Spaten zum Fototermin ansetzten, soll dereinst einmal der Schulgarten blühen. Bestenfalls also haben (auf dem Bild v. li.) Bürgermeister Josef Riemensberger, Landrat Manfred Pointner, die künftige Schulleiterin Gertraud Weber und die Architekten Norbert Diezinger und Gerhard Kramer bereits den Garten für die Anpflanzungen umgegraben…
Jahrelang hatte das Landratsamt die Realschulversorgung im Landkreis Freising als ausreichend bewertet. Dann kam die Schulreform mit der Einführung der sechsstufigen Realschule – ‚und der Ansturm darauf hat uns alle überwältigt‘, schilderte Landrat Pointner beim Bauauftakt der Realschule Eching. Plötzlich mußte es nun ganz schnell gehen, um dem überbordenden Andrang gerecht zu werden. Im Juni 2001 beschloss der Schulausschuss des Kreistages einen Neubau im Süden des Landkreises, ein Jahr später wurde Eching als Standort festgelegt.
Zum Bauauftakt zitierte der Landrat Architekt Diezinger, der seine Planung seinerzeit damit vorgestellt hatte, ‚einen Ort zu schaffen, der die kleinen Menschen darin in den Mittelpunkt stellt‘. Diezinger sagte, nach einer ’sehr intensiven Planungsphase‘ von immerhin fast einem Jahr sei man für den Bau nun ‚gut gerüstet‘. Er hege für den Neubau ‚wirklich große Erwartungen‘. Im August soll Richtfest gefeiert werden, ein Jahr später soll die Schule einziehen können. Bürgermeister Riemensberger erinnerte daran, dass Eching schon im Gemeindeentwicklungsplan 1976 eine weiterführende Schule gefordert habe. Entsprechend sei der Baubeginn nun ‚ein wichtiger Tag‘. Er lobte den ‚wirklich konstruktiven Planungsprozess‘ zwischen Landratsamt, Planern und Gemeinde. Ausdrücklich stellte Riemensberger auch die Beteiligung der Gemeinde heraus. Eching stelle immerhin das Grundstück unentgeltlich, übernehme alle Erschließungskosten und leiste für die spätere Vereinsnutzung auch noch einen Zuschuss von 1,5 Millionen Euro zur Sporthalle. All das summierte der Bürgermeister auf eine geldwerte Eigenleistung der Kommune von 10,4 Millionen Euro.


12.04.05: Landratsamt entscheidet endgültig: Container an die Böhmerwaldstraße

Realschule startet im September an der Böhmerwaldstraße

Die Übergangslösung mit Containern für den Start der neuen Realschule im September wird auf dem freien Areal zwischen Böhmerwald- und Paul-Käsmaier-Straße realisiert (das Archivbild zeigt die Fläche im Sommer). Das Landratsamt habe sich jetzt ‚ganz eindeutig‘ für diesen Standort ausgesprochen, schilderte Bürgermeister Josef Riemensberger im Hauptausschuss des Gemeinderates, wo diese Entscheidung auch überwiegend begrüßt wurde.
Mit der Umplanung auf die Böhmerwaldstraße soll der Termindruck vermieden werden, der auf dem Voklksfestplatz durch die Ausrichtung eben des Volksfestes 2006 gedroht hätte. Problematisch war lediglich gesehen worden, dass der Volksfestplatz voll erschlossen war, während an der Böhmerwaldstraße alle Infrastrukturmaßnahmen für die Container erst geschaffen werden müßten. Nach Darstellung des Landratsamtes beliefen sich die diesbezüglichen Mehrkosten aber lediglich auf 13 000 Euro.
Entscheidendes Argument für die Kreisbehörde als Träger der Schule war dann noch, dass beim provisorischen Schulstandort Böhmerwaldstraße bereits weitgehend der Schulbusverkehr eingerichtet werden könne, der dann am endgültigen Standort Nelkenstraße weiter gilt. Geplant ist nämlich, die Linienbusse, die von Schülern genutzt werden können, nicht eigens zur Realschule zu führen, sondern den obligatorischen Halt am Bahnhof als Endstation für die Schule zu nutzen und den Busschülern die etwa 200 Meter Fußweg vom Bahnhof ebenso zuzumuten wie denjenigen Kindern, die mit der S-Bahn kommen. Der Containerstandort Böhmerwaldstraße kann ebenso vom Bushalt Bahnhof aus erschlossen werden. Damit könne im Fahrplan des MVV bereits mit Beginn des Provisoriums ‚Echtbetrieb‘ abgesetzt werden, schilderte die Bürgermeister die Vorzüge, und es müsse nicht in einem Jahr schon wieder der Fahrplan gewechselt werden. Für das Landratsamt als Schulwegbehörde bedeute dies auch ‚erhebliche Einsparungen‘.

 

04.05.05: Baugenehmigung für Container an der Böhmerwaldstraße erteilt

Baugenehmigung für Realschulcontainer erteilt

Das provisorische Schulgebäude für die fünften und sechsten Klassen, die ab dem neuen Schuljahr dort übergangsweise unterrichtet werden, wird in der Nordwestecke der Freifläche zwischen Böhmerwaldstraße und Bahn errichtet. Eine 25 Meter breite und etwa 50 Meter tiefe Fläche wird ab dem Bahnweg den Pausenhof bilden. Das Containergebäude wird 47 Meter lang und knapp 15 Meter breit und in Nord-Süd-Ausrichtung errichtet. Einstimmig billigte der Bauausschuss des Gemeinderates den Bauantrag des Landratsamtes. Noch nicht geklärt ist die Stellplatzfrage. Während das Landratsamt Parkflächen auf dem Grundstück vorgesehen hat, die senkrecht zur Böhmerwaldstraße angeordnet werden sollen, möchte das Rathaus auf diese Plätze verzichten und mit einer Parkzeitregelung an der Böhmerwaldstraße die Thematik erledigen.

 

03.06.05: Farbkonzept genehmigt

Realschule mit buntem Farbenspiel

Farbe soll ein zentrales Gestaltungselement der neuen Realschule sein. Die Schule solle ‚heitere, fröhliche, offene Stimmung‘ ausstrahlen, schilderte Architekt Norbert Diezinger im Schulausschuss des Kreistages die Intention der Planer, und dazu könne ‚mit Farbe sehr viel erreicht werden‘. Farbberater Herbert Kopp hat nach ‚längerem Entwicklungsprozess‘ eine zweifarbigen Fassadengestaltung vorgeschlagen, wobei die Klasszimmerbereiche außen in etwa fliederfarben gestrichen werden, die Verkehrsbereiche ungefähr lindgrün. ‚Das fällt ein bißchen aus dem Kontext, wie man ein Einfamilienhaus bauen würde‘, sagte Kopp. Entscheidendes Gestaltungselement werden aber die Sonnenschutzrollos, mit denen die annähernd hundert Meter lange Vorderfront strukturiert ist. Sie sollen vielfarbig bunt gestaltet werden, und so ein buntes Farbspiel inszenieren. Weiöl die individuell einstellbaren Jalousien unterschiedlich genutzt sein dürften, sei so in der ansonsten schwer belebbaren Fassade ‚ein Ereignis‘ inszeniert, schilderte Kopp. ‚Mir gefällt´s gut‘, bekannte die künftige Rektorin Gertraud Weber. Innen soll die Schule aus praktischen Gründen einfarbige Wände in sehr hellem Grau erhalten. Um in die Flure etwas Farbe zu bekommen, sollen die Bodenbeläge bunt gemustert werden, die genaue Konzeption ist noch nicht ausgegoren. Der Schulausschuss hat die Pläne einstimmig gebilligt und die nähere Gestaltung der Fußböden den Planern überlassen.

 

04.07.05: Allgemeine Planungen: Schüler, Lehrer, Verwaltung

Vorbereitungen für Realschulstart laufen

Die Realschule Eching startet im September mit sieben Klassen. Am 1. September werden dafür die provisorischen Container an der Böhmerwaldstraße aufgestellt, in denen die Schüler ein Jahr lang bleiben sollen. Für die Realschule an der Nelkenstraße, die im September 2006 bezugsfertig sein soll, wird am Dienstag der Grundstein gelegt.
Vier fünfte und drei sechste Klassen werden in die neue Schule starten. Diese sechsten Klassen sind dabei an den Vorgängerschulen schon gebildet. Sowohl an der Realschule Freising wie auch an der Realschule Unterschleißheim wurden je eine fünfte Klasse mit Kindern aus Eching, Neufahrn und Fahrenzhausen gebildet, die nun komplett nach Eching wechseln werden. Auch von der Realschule Ismaning wird etwa eine halbe Klasse mit Hallbergmooser Kindern nach Eching umziehen. Dazu ist am 1. August noch Einschreibetag für bisherige Gymnasiasten, die an die 6. Klasse Realschule wechseln wollen.
Die neue Rektorin Gertraud Weber, derzeit noch Konrektorin an der Realschule Freising, hat bereits das Anforderungsprofil an den künftigen Lehrerkörper skizziert und danach die Stellenausschreibungen vorgenommen. Sieben hauptamtliche Lehrkräfte werden der Schule im August zugeteilt werden. Eingestellt hat Weber schon die künftige Schulsekretärin Doris Kestler. Die Rektrorin selbst wird ihren Dienst zum 1. August antreten – ohne Schule, da die provisorischen Container, um Mietkosten zu sparen, erst am 1. September aufgestellt werden. Wahrscheinlich wird Weber Unterkunft in der Hauptschule Danziger Straße finden. Die bisher für die neue Schule angeschafften Einrichtungs- und Ausstattungsgegenstände sind derzeit in ihrem Haus in Moosburg gelagert.

 

05.07.05: Feierliche Grundsteinlegung

Neue Realschule: ‚Es gibt nur Gewinner‘

Kuno Messmann, der Ministerialbeauftragte für Realschulen im nördlichen Oberbayern, stand bei der Grundsteinlegung der neuen Realschule Eching gar nicht auf der Rednerliste. Es drängte ihn dann aber doch ans Pult – so regelrecht beseelt zeigte sich der Vertreter des Kultusministeriums über das Projekt. ‚Es gibt nur Gewinner bei dieser großen Investition‘, sagte er, der Kreistag habe ‚eine richtige Entscheidung mutig gefällt‘. Völlig ungewöhnlich sei es, dass eine derartige neue Schule gleich eigenständig starte und nicht als Dependance einer anderen Schule aufgebaut werde. ‚Einen Glücksfall‘ nannte das Messmann, für den er aus seiner Behörde nur einen Präzedenzfall in ganz Bayern wisse. Selbst die Planung der provisorischen Container an der Böhmerwaldstraße, die bis zur Fertigstellung des Neubaus ein Jahr lng den Unterricht ermöglichen sollen, begeisterten den Ministerialbeauftragten. ‚Ich habe noch nirgends so eine gute Übergangslösung gesehen‘, lobte er.
Wegen des Dauerregens am Dienstag Vormittag war der Festakt in die Aula der benachbarten Grundschule Nelkenstraße verlegt worden. Der Grundschulchor gestaltete das kleine Fest musikalisch. Vor drei Monaten hatte die Festgesellschaft bereits den ersten Spatenstich des Neubaus gefeiert. ‚Der Spatenstich hat gut funktioniert‘ sagte Landrat Manfred Pointner angesichts des Baufortschritts seither. Ein Drittel der Baumasse steht bereits.
Bürgermeister Josef Riemensberger wies bei den Feierlichkeiten nochmals auf das große finanzielle Engagement der Gemeinde hin für die Übergabe des Grundstücks (8 Millionen Euro), die Übernahme der Erschließungskosten (950 000 Euro) und die Beteiligung an der Sporthalle (1,5 Millionen Euro). In den Grundstein, der das Datum des 5. Juli trägt, mörtelten (v. li.) Bürgermeister Riemensberger, Architekt Norbert Diezinger, die künftige Rektorin Gertraud Weber, Landrat Pointner und Ministerialbeauftragter Messmann dann die Grundlegungsurkunde, Tageszeitungen und Münzen für spätere Generationen ein.


07.09.05

Realschule beginnt am Dienstag um 9 Uhr

Am 13. September nimmt die neue Realschule in Eching ihren Betrieb auf. Der Unterricht für die fünften und sechsten Klassen wird im ersten Schuljahr 2005/06 an der Böhmerwaldstraße anbgehalten. Die reguläre Unterrichtszeit der neuen Schule wird nach Angaben des Landratsamtes jeweils von 8 bis 13 Uhr sein. Am ersten Schultag, also am 13. September, wird der Unterricht jedoch erst um 9 Uhr beginnen und allgemein um 11.30 Uhr beendet werden. Die Schulleitung sowie das Schulsekretariat sind bereits jetzt unter der Telefonnummer 370 010 99 vormittags zu erreichen.

 

Einbruch in Realschulcontainer

In der Nacht auf Dienstag drang ein Dieb durch ein Fenster in den Container-Pavillon (Bild) der neuen Realschule an der Böhmerwaldstraße ein. Er entwendete daraus einen Flachbildschirm der Marke Belena, ein Schnurlostelefon der Marke Siemens Gigaset, ca. 200 Euro aus einer Kasse sowie schulinterene CD-Programme. Der Beutewert beträgt ca. 2500 Euro. Die Schule soll am Dienstag ihren Betrieb aufnehmen. Der Einbrecher hinterließ keine Spuren.


13.09.05

Reibungsloser Start für neue Realschule

Realschüler Nummer eins an der neuen Schule in Eching war am Dienstag Landrat Manfred Pointner. Zum Start der Schule mit vier Fünften und drei Sechsten Klassen im provisorischen Container besuchte er die neue Schule und posierte mit Rektorin Gertraud Weber im Klassszimmer unter den tatsächlichen Realschulkindern.
Der Auftakt der neuen Einrichtung sei ‚überraschend gut gegangen‘, bilanzierte Weber den ersten Schultag. Für die Kinder sei ‚alles vorhanden‘, somit könne ‚ganz normaler Schulbetrieb‘ ablaufen. Im Landratsamt hätten sich ‚alle ungeheuer eingesetzt, dass es funktioniert‘, lobte sie. Nun gebe es ungeachtet des provisorischen Gebäudes, das für ein Jahr genutzt werden muss, ‚ideale Voraussetzungen‘.
Bei der ersten Lehrerkonferenz am Montag, die von Kuno Messmann, dem Ministerialbeaufragten für Realschulen besucht worden war, traf sich erstmals das neu zusammengestellte Lehrerkollegium. Neben Gertraud Weber unterrichten an der Realschule Heike Beckert, Patrick Hahn, Hansjügen Hesse, Monika Lang, Constance Odintov, Michael Reisinger, Regina Woste, Studienreferendarin Sybille Scheuerer und für die Evangelische Religionslehrere Pfarrerin Katrin Weidemann. Schulsekretärin ist Doris Kestler.

 

16.09.05:

Freiflächen der Realschule werden aufgelockert

Ein fast hundert Meter langer viereckiger Gebäudekomplex entlang der Nelkenstraße, ergänzt um zwei rechteckige abstehende Winkel, dazu ein viereckiger Klotz als Sporthallen – diese Hochbauten der neuen Realschule wurden bislang durch eine streng geometrische Freiflächengestaltung ergänzt. Jetzt haben die Architekten komplett umgeplant und die strengen Formen der bisherigen Außengestaltung aufgelockert. ‚Wir wollen etwas spielerisch auf das geometrische Gebäude reagieren‘, schilderte Landschaftsarchitekt Rolf Lynen im Schulausschuss des Kreistages. Die Umplanung soll kostenneutral bleiben. Der Schulausschuss hat sie einstimmig gebilligt.
Auf dem Vorplatz und im Innenhof werden nun die Treppen in freien, geschwungenen Formen angelegt. Im Atrium wird eine kleine Baumgruppe gepflanzt. Die Baumreihe im Schulhof nördlich des Gebäudekomplexes wird nicht mehr wie der Lehrgarten einer Bauschule in einem Raster in Reih und Glied gepflanzt, sondern in aufgelockerten Baumgruppen. Alle Bodenbeläge im Freien sollen in Naturtönen gehalten werden, sogar der Tartanboden der Freisportanlagen wird gelblich ausfallen. Vorplatz und Innenhof der Schule werden mit einem Matrixbelag ausgeführt werden, der nach Darstellung Lynens mit eingelassenen Kieseln ‚wie im Biergarten‘ aussehen werde.

Nächster ArtikelDer Realschulcontainer
Claudia Gaßner ist an der Imma-Mack-Realschule für die Pressearbeit verantwortlich und als Webmaster tätig.